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Die Anfänge von Sprachverarbeitung
Die Geschichte der digitalen Sprachverarbeitung begann bereits in den 1960er Jahren - allerdings relativ erfolglos, denn damalige Systeme konnten maximal einige hundert Einzelworte erkennen. Hauptgrund für die enttäuschenden Ergebnisse damals waren die begrenzten technischen Möglichkeiten, aber auch das noch sehr limitierte Wissen in diesem neuen Forschungsgebiet.

Mitte der 1980er Jahre wurde die Bedeutung der Kontextinformationen erkannt - Statistiken über die Häufigkeit bestimmter Wortkombinationen konnten besonders bei Homophonen, also bei gleich oder ähnlich klingenden Wörtern, die richtige Erkennung erheblich steigern. Mit diesem neuen Wissen wurde der Grundstein zu den modernen Spracherkennungssystemen von heute gelegt.

Moderne digitale Erkennung und Umsetzung
Digitale Spracherkennung kann heute, abhängig vom Wortschatz, der einem Programm zur Verfügung steht, mit Erkennungsraten von bis über 99% Worte in geschriebenen Text umsetzen und dabei verschiedenste Komponenten wie Dialekte, spezifische Branchenausdrücke oder Hintergrundgeräusche berücksichtigen.

Im ersten Schritt wird das Sprachsignal digitalisiert, d.h. in eine Folge von binärem Zahlen umgewandelt, denn nur in dieser Form kann es von einem Computer weiterverarbeitet werden. Der codierte Text kann als Audio-File gespeichert, verschickt, wieder abgehört oder weiterverarbeitet werden.
Dies ist die Basis für digitale Diktatmanagementsysteme: Statt analoger Diktataufzeichnungen mit Kassetten werden digitale Daten aufgezeichnet, die schnell verschickt, zentral verwaltet und einfach archiviert werden können.
Bei automatischer Spracherkennung werden nach der Digitalisierung die einzelnen Phoneme (Einzellaute) anhand ihrer akustischen Eigenschaften und ihres Kontextbezugs identifiziert und in Buchstaben dargestellt. So erscheint der geschriebene Text zu den vorher gesprochenen Worten auf dem Bildschirm. Das mühsame Abtippen entfällt komplett, der diktierte Text kann sofort gelesen, ggf. geändert oder weiterverarbeitet werden.

In modernen Anwendungen bewährt sich Spracherkennung auch im Bereich der Sprachsteuerung, also zur Bedienung von Geräten und Programmen mittels akustischer Sprachbefehle. Da meist nur wenige Befehle zur Steuerung nötig sind, ist Sprachsteuerung einfach umsetzbar und funktionert schnell zu 100%.


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